Gründung des Landesverbandes Hessen Bezirkskonferenz
Frankfurt und Region/verdi-Fest Heute, mehr als ein Jahr nach der Gründung von ver.di, hat sich die Organisation entwickelt. Durchaus nicht ohne Schwierigkeiten, das war vorauszusehen. Ich habe mich
entschlossen, die Seite im Angebot zu lassen um ein wenig von den Stimmungen aus der Gründerzeit zu behalten. Auch um über die weiterentwicklung zu berichten. Inzwischen haben sich die Unterschiede zwischen
den Ursprungsorganisationen schon ein wenig verloren, schneller als es die formalen Regeln haben vermuten lassen. Immer öfter ist von ver.di und nicht von hbv oder DAG die Rede. Das empfinde ich als
gewaltigen Fortschritt. Aber die Schwierigkeiten auf dem Weg zu ver.di sind nicht zu übersehen. Auch heute, am 29.4.02, ist festzustellen, dass die Organisation in hohem Maße mit sich selbst und ihren
inneren Strukturen beschäftigt ist. Und die Öffentlichkeit hat große Erwartungen an die neue Organisation. Diese steht und fällt jedoch mit ihren Mitgliedern. Und davon müssen es immer noch viel mehr werden.
Deshalb läuft derzeit auch eine Mitgliederwerbeaktion. Die Ansprache an Kolleginnen und Kollegen im Dienstleistungsgewerbe ist ungleich schwerer als im produktiven Bereich. Aber das wissen die Aktiven nicht
erst seit gestern. Trotz alledem und alledem. Wir lassen nicht nach. Freuen uns über kleine Erfolge und haben doch große Ziele, für eine menschlichere und gerechtere Welt. Das walte ver.di. Diese Seite
wurde an einem historischen Datum eingerichtet: 17. März 2001. Ich weiß nicht, wie die Kolleginnen und Kollegen dies in einigen Wochen, Monaten oder Jahren beurteilen werden, aber heute sollen von den
Gewerkschaften hbv, DPG, DAG und IG Medien durch die Selbstauflösung die Voraussetzung zur Gründung von ver.di geschaffen werden. Bereits gestern hat die Gewerkschaft ötv mit einer Zustimmung von 87% einen
entsprechenden Beschluß gefaßt. Bereits am 21.-23. März soll dann ver.di auch formell ins Leben gerufen werden. Ich will natürlich auch nicht verschweigen, es ist jetzt passiert. Die ver.di-Gründung ist
durch Beschluß der Gründungsversammlung offiziell erfolgt. Die ersten erfolgreichen und öffentlichkeitswirksamen Aktionen (Warnstreiks bei Lufthansa) haben bereits stattgefunden. Also: nichts wie rein in
ver.di. Da ist Musik drin. ver.di auf allen Ebenen Dies ist mehr als nur ein formaler Schritt. Auf allen Ebenen der Organisationen ist eine
mehrjährige Arbeit vorausgegangen. Ängste und Befindlichkeiten mußten abgebaut , Vertrauen aufgebaut werden. Dieser Prozeß ist weit fortgeschritten, aber noch lange nicht am Ende. Aber wir haben jetzt eine
Chance, etwas wirklich neues, gemeinsames zu beginnen. Damit sind längst nicht alle Probleme gelöst und es ist damit zu rechnen, daß auch im weiteren Verlauf neue, bisher noch gar nicht geachtete Probleme
auftauchen können. Aber der Wille aller Beteiligten wird deutlich, diese Mühen auf sich zu nehmen und einen Schritt auf eine moderne Interessenvertretung hin zu machen. Dabei sollen unsere Werte wie
Solidarität und Kampfkraft nicht auf der Strecke bleiben. Gesellschaft im Wandel Gerade die letzten Wochen haben noch einmal sehr deutlich gezeigt, in
welchem rasanten Wandel unsere Gesellschaft, auch im internationalen Zusammenhang befindet. Das auf und ab der Börsen bietet für Arbeitnehmer keine hinreichende Sicherheit für ihre Lebensgrundlagen. Und die
Zahl der abhängig Beschäftigten wächst. Es spielt dabei keine Rolle, ob sie in einem Normal-Arbeitsverhältnis stecken, einem prekären Arbeitsverhältnis mit Zeitarbeit oder geringfügiger Beschäftigung, als
Scheinselbständige oder Selbständige in Abhängigkeit oder eben gar keine Beschäftigung finden können. All diese Menschen aus dem Dienstleistungssektor gehören in die neue Gewerkschaft. Wir müssen lernen,
dem neuen Anspruch auf Internationalismus ebenso gerecht zu werden wie den notwendigen lokalen Handlungsstrukturen. Dazu bietet die weggefallene interne Konkurrenz wichtige Voraussetzungen.Das muß jetzt in
den regionalen Strukturen, den neu geschaffenen Fachbereichen und in jeder einzelnen Gliederung von ver.di umgesetzt werden. Es wird auch von uns den Mitgliedern abhängen, ob ver.di eine Erfolgsstory wird
oder ein Abgesang und ein letztes Aufbäumen einer überholten Kultur. Ich bin fest davon überzeugt, daß Gewerkschaften heute notwendiger denn je sind und wir uns gemeinsam daran machen sollten mehr und mehr
Menschen in unsere Arbeit einzubeziehen. Dies ist manchmal schwierig und aufwändig, aber es lohnt sich. Ich bin bereit, dies im Rahmen meiner Tätigkeit in der Betriebsgruppe und in der Fachgruppe
Finanzdienstleistungen gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen anzugehen. Gründungskonferenz des Landesverbandes Hessen von ver.di Am
19. Mai 2001 wurde formal die Gründung von ver.di in Hessen vollzogen. Für die Delegierten und Gäste wurde ein wenig Kultur aufgeboten, Grußworte von der Politik und eine aufbauende Rede des
ver.di-Vorsitzenden Frank Bsirske. Es war ein Erlebnis für alle Beteiligten, die Vielfalt der neuen Großgewerkschaft zu erleben, aber es wurde auch klar, daß der Erfolg sich nicht im Selbstlauf einstellt.
Wir werden in Zukunft viele neue Mitglieder brauchen, ein attraktives Service-Angebot an die Mitglieder und branchenbezogene Mitmachmöglichkeiten. Dazu werden alle haupt- und ehrenamtlichen Verantwortlichen
(um das Wort Funktionär nicht zu nutzen) gebraucht. Die Balance von Vielfalt und Einheit wird die Voraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft sein.
ver.di Bezirkskonferenz Frankfurt und Region/ver.di-Fest Am 9. Juni 2001 steht die ver.di Gründung in Frankfurt und ein großes ver.di-fest im DGB-Haus in Frankfurt auf der Tagesordnung. Ich hoffe,
man sieht sich. Die Einladung zum verdi-Fest am 9. Juni 2001 liegt mittlerweile vor: Alle Mitglieder und Freunde sind eingeladen gemeinsam zu feiern:Samstag, 9. Juni 2001, von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr In den Räumen des DGB-Hauses Frankfurt Mit Musik und Kleinkunst, für Speisen und Getränke ist gesorgt verdi ist eine Mitmachgewerkschaft, kommen auch Sie Von dieser Stelle also: alles Gute für ver.di
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