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Tarifrunde Banken 2001

Stand: 03.11.2010

Für eine erfolgreiche Tarifrunde Banken 2001! Abschluss am 22. Mai 2001, 2,8% Gehaltserhöhung

Untenstehend finden Sie Artikel zur Tarifrunde:

Eröffnung, Forderungen, 1.Runde, 2.Runde, Abschlussrunde


Gehaltsabschluss in der 3. Runde, 2,8% ab 1. Mai 2001 für 12, Monate, Einmalzahlung von 280 DM für April 2001

In Frankfurt wurde am 22. Mai 2001 ein umfangreiches Paket von Gehalt, einem Tarifvertrag zur Einführung des Euro, einem befristeten Rahmentarifvertrag zu Langzeitkonten und einer Reihe von Veränderungen im Manteltarifvertrag zwischen den Tarifparteien im  Bankgewerbe vereinbart.

Das Ergebnis liegt unterhalb dessen, was wir meinten erreichen zu müssen und was wir glauben, dass die Bankbranche zu leisten in der Lage ist. Die Bankarbeitgeber machten aber sehr deutlich, dass sie im Gehaltsteil kein Stück weiter bereit seien, nachzugeben. Dies hätte intensive Auseinandersetzungen und Kampfbereitschaft in den Betrieben gebraucht. Dazu konnten wir in den anderen verhandelten Themen eine Reihe von Zugeständnissen erreichen. Dies hat die Tarifkommission bewogen in großer Einmütigkeit dem erreichten Ergebnis zuzustimmen. Auch im Verhältnis zu schon abgeschlossenen Tarifverträgen ist dies akzeptabel. Im nächsten Jahr wird es aber mit Sicherheit darauf ankommen, dass wir den Organisationsgrad deutlich erhöhen: denn nur mit vielen organisierten Kolleginnen und Kollegen werden wir auch als ver.di dauerhaft in der Lage sein, im allgemeinen Verteilungskampf für die Arbeitnehmer etwas mehr heraus zu holen.

Nun aber noch ein paar Details zu den getroffenen tariflichen Regelungen aus 2001

Tarifvertrag zum Zeitraum der Euro-Einführung

Für die Zeit vom 17. Dezember 2001 bis 28. Februar 2002 wurde ein Tarifvertrag abgeschlossen, der die Arbeitsbedingungen für den Zeitraum der Euro-Bargeld-Einführung regelt. Neben der Absichtserklärung, die Belastung für die Beschäftigten so gering wie möglich zu halten, wurde die Möglichkeit eröffnet, bis zu 10 Stunden am Tag, 50 Stunden in der Woche und 60 Stunden bei evtl. erforderlicher Samstagsarbeit zu arbeiten. Daneben wurde die Mitbestimmung der Betriebsräte nach §87 bestätigt und auch eine Regelung auf erweiterte Mehrarbeitszuschläge vereinbart.

Tarifvertrag zur Einführung von Langzeitkonten

Dies war eines der Hauptthemen, das von Arbeitgeberseite in die Tarifrunde 2001 eingeführt wurde. Es ist gelungen, eine Reihe von Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Anwendung dieses Instruments etwas risikoloser macht. Vor allem ist es gelungen, die Trennung von Urlaubs- und Langzeitkonto aufrecht zu erhalten. Das heißt, Urlaub kann nicht ins Langzeitkonto eingebracht werden. Auch wird es nur möglich sein, mit einer freiwilligen Betriebsvereinbarung und darauf basierend mit einer freiwilligen Vereinbarung mit dem einzelnen Beschäftigten ein Langzeitkonto zu vereinbaren. Eine Reihe von Regelungen ist diesen Betriebsvereinbarungen vorbehalten, nicht jedoch die Höhe der maximal einbringbaren Arbeitsstunden, die ist auf 175 begrenzt. Es wird zu diesem auf 5 Jahren begrenzten Tarifwerk noch eine ausführliche Kommentierung und Handlungshilfe an Betriebs- und Personalräte erfolgen müssen.

Auch eine Reihe von Anpassungen im Manteltarifvertrag wurden vorgenommen, die auch noch im einzelnen zu bewerten sind.

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2. Verhandlungsrunde in Frankfurt, 3. Mai 2001

Erstes Angebot der Arbeitgeber: Paketlösung mit Kröten und ein Gehaltsangebot unterhalb der Inflationsrate

So lautet in Kurzfassung das Ergebnis der zweiten Verhandlungsrunde. Die Arbeitgeber stellten es als ein Entgegenkommen dar, daß sie überhaupt ein Angebot gemacht haben, da es aus ihrer Sicht noch so viele offene Fragen gebe. Als Bestandteil des Angebots werden auch alle von ihnen gewünschten Veränderungen des Manteltarifvertrages behandelt, die eher zum Nachteil der Beschäftigten gereichen. Im einzelnen sieht das Angebot derzeit so aus:

  • Gehaltserhöhung ab 1. Mai 2001 um 2,2% für 13 Monate
  • Für den April eine Einmalzahlung in noch nicht genannter Höhe
  • Eine Verlängerung von Vorruhestand und Altersteilzeit/status quo bis 31.12.2003
  • Verlängerung der Tariföffnungsklausel zur Beschäftigungssicherung bis 31.12.2003
  • Eine Vereinbarung zur Ermöglichung von Langzeitkonten
  • Eine Vereinbarung zur Ermöglichung verlängerter Arbeitszeiten bei der EURO-Bargeldeinführung (befristet vom 17.12.2001 bis 28.2.2002)
  • Eine Reihe kleinerer Veränderungen im Manteltarifvertrag, u.a. zur Auszahlung des 13. Monatsgehalts, den Regelungen zur Teilzeit und im Tarifvertrag zu vermögenswirksamen Leistungen.

Die Einschätzung der Tarifkommission ist es, daß dieses Angebot im materiellen Bereich völlig unzureichend ist. Konkret bedeuten die 2,2% nur 1,9% Gehaltszuwachs auf ein Jahr gerechnet. Die großen Banken haben für ihre AT-Beschäftigten schon Gehaltsanhebungen im Bereich zwischen 3% und 4% verkündet, wollen sie die tariflich Beschäftigten wirklich so abspeisen?

In den nächsten Wochen, bis zur 3. Verhandlungsrunde am 21. Mai in Frankfurt, sind jetzt die Beschäftigten aufgefordert, sich hierzu zu äußern. Sonder- und Hochbelastung für die EURO-Einführung, Personalabbau und Fusionen, Unsicherheit der Arbeitsplätze einerseits und ein Magerangebot der Arbeitgeber auf der anderen Seite! Das kann doch nicht alles gewesen sein, sage ich hier mal mit Wolf Biermann.

Wir wollen und werden gemeinsam den Protest gegen dieses Angebot organisieren. Informieren Sie sich bei den ver.di-Mitgliedern vor Ort.

 


1. Verhandlungsrunde in Berlin, 3. April 2001

Arbeitgeber verweigern konkretes Gehaltsangebot

In einer zweistündigen Verhandlungsrunde tauschten die Vertreter von ver.di und der Bankarbeitgeber ihre Positionen zur diesjährigen Tarifrunde aus. Hinrich Feddersen, Verhandlungsführer von ver.di, bekräftigte die Forderungen der Tarifkommissionen. Auch in diesem Jahr haben die Arbeitgeber eine Reihe von Vorstellungen zur Deregulierung des Manteltarifvertrags entwickelt. Nach ihrer Sprachregelung handelt es sich dabei um Beschäftigungssicherung (z.B. Abschaffung “beschäftigungshemmender” Zuschläge), nach meiner Auffasung Verschlechterungen zu Lasten der Beschäftigten.

Besonderen Wert scheinen die Arbeitgeber auf die Einführung eines Langzeitkontos zu legen. Dazu signalisierte die Verhandlungskommission grundsätzlich Verhandlungsbereitschaft. Es wurde allerdings deutlich gemacht, daß dabei unbedingt Mindeststandards zu vereinbaren sind. Kein Entgegenkommen gab es in diesem Zusammenhang zu der Forderung von ver.di hier auch endlich die überlange Wochenarbeitszeit von 39 Stunden durch eine rechnerische Grundlage auf Basis der 37-Stunden Woche zu ersetzen.

Unsere Forderung bleibt: eine deutliche Gehaltsanhebung von 5,5% ist in diesem Jahr erforderlich. Die vergangenen Jahre des Verzichts haben uns beschäftigungspolitisch nicht nach vorne gebracht.

Der nächste Verhandlungstermin ist der 3. Mai 2001. Wir sollten zu diesem Termin den Arbeitgebern zeigen, daß unsere Forderungen ernst gemeint sind und ver.di gemeinsam mit den Beschäftigten für diese Forderung einsteht.

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Tarifkommissionen von hbv und DAG beschließen Forderungen für die Tarifrunde Banken 2001

Hamburg, 13. Januar 2001

In einer zweitägigen gemeinsamen Sitzung der beiden Tarifkommissionen wurden die Forderungen für die Tarifrunde 2001 intensiv beraten und verabschiedet.

  • Kündigung des Gehalttarifvertrags zum 31. März 2001
  • Gehaltserhöhung und Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 5,5%, bei einer Laufzeit von 12 Monaten
  • Verbesserung des Alterteilzeittarifvertrags zur Beschäftigungssicherung
    • Rechtsanspruch auf Inanspruchnahme
    • Freistellungsphase bis zu 5 Jahren
    • Nettoausgleich 90%
  • Verlängerung des Vorruhestandtarifvertrags
  • Die Öffnungsklausel zur Beschäftigungssicherung zur Vermeidung betriebsbedingter Kündigungen soll verlängert werden.
  • Rechtsanspruch auf Teilzeit ohne Einschränkungen
  • Erhöhung der Zahl der Ausbildungsplätze im Bankgewerbe, Übernahmegarantie in das Angestelltenverhältnis.

Daneben wurde beschlossen, die Gespräche zur Reform des Manteltarifvertrags fortzusetzen und dabei auch die Frage einer Einrichtung von Langzeitkonten zu behandeln. Dagegen sollen die Gespräche zur Eingruppierungsreform erst nach der Tarifrunde 2001 fortgesetzt werden.

Insgesamt ein anspruchsvolles Paket, das einer starken Unterstützung aus den Belegschaften bedarf, wenn es auch nur annähernd erfolgreich umgesetzt werden soll. Über die Einzelheiten des Pakets wird in den nächsten Wochen und Monaten noch ausführlich zu diskutieren sein

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Die Tarifrunde ist eröffnet

Die Tarifkommissionen von hbv und DAG treffen sich am 11. und 12. Januar 2001 in Hamburg zum Beschluß der Forderungen.

Im Mittelpunkt wird die Forderung nach einer Gehaltserhöhung stehen

Daneben geht es um die Verlängerung/Veränderung von Vorruhestand und Altersteilzeit

Ebenso aktuell ist die Eingruppierungsreform, die schon seit Jahren überfällig ist

Von seiten der Arbeitgeber leigen eine Reihe von Änderungswünschen für den aktuellen Manteltarifvertrag vor, die bisher von den Gewerkschaften abgelehnt werden, da darin vielfältige Verschlechterungen des bisherigen Vertrags enthalten sind.

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