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Langen, 20. Juli 2011: die Mahnwachen gehen weiter, jetzt im monatlichen Turnus. Die Initiative “Langen gegen Atomkraft” ruft auf zur Mahnwache am Montag, 1. August 2011, am Lutherplatz in Langen, von 18-19 Uhr.
Außerdem plant die Inititive eine Werksbesichtigung bei der Firma juwi in Wörrstadt, die sich mit der Verbreitung aller Formen von regenerativen Energien befasst. Langen, 21. Juni 2011: es ist uns gestern noch einmal gelungen die
Teilnehmerzahl an der Mahnwache zu steigern. Trotz schlechten Wetters beteiligten sich wieder 60 Menschen. Die Aktion war in der örtlichen Presse angekündigt und setzte inhaltlich noch einmal einen Höhepunkt. Der Vortrag von Frau
Dr. Dörte Siedentopf war sehr beeindruckend und zeigte die umfangreichen Gefahren, die von radioaktiver Strahlung jeder Art ausgeht. Es gibt keine ungefährlichen AKWs, nicht im Normalbetrieb und schon gar nicht bei einem Unfall.
Frau Dr. Siedentopf ist Ärztin aus Dietzenbach und Vorsitzende des Vereins “Freundeskreis Kostjukovitschi”. Dieser Verein hilft seit mehr als 20 Jahren Menschen in der Gemeinde Kostjukovitschi in Weißrussland. Dieser Ort liegt etwa
180 km von Tschernobyl entfernt und leidet noch heute heftig unter den Folgen des Reaktorunfalls vom 26. MApril 1986 in Tschernobyl. Wir konnten gestern Abend für die Arbeit des Vereins 275.-¥ sammeln, was von Frau Dr.
Siedentopf sehr gerne entgegengenommen wurde. Die Versammelten entschieden, die Mahnwachen nun im monatlichen Rhythmus fortsetzen zu wollen, jeweils am 1. Montag im Monat. Damit findet die nächste Mahnwache am Montag, 4. Juli
2011 statt. Langen, 7. Juni 2011: wie schon befürchtet hat das mediale Interesse an Fukushima deutlich abgenommen, obwohl die Lage sich keineswegs verbessert hat. Im Gegenteil, ständig kommen neue Details zur Schwere des Unfalls
ans Tageslicht. Außerdem beherrscht das Thema Atomausstieg, wie die Bundesregierung ihn gestalten will, die Presse. Dies ist für die Anti-Atom-Bewegung eine gute Entwicklung, sollen doch die 8 ältesten und schadensanfälligsten
Reaktoren dauerhaft stillgelegt bleiben. Dann allerdings soll sich der Ausstieg noch über mehr als 10 Jahre hinauszögern, was im Hinblick auf die Machbarkeit und die Erforderlichkeit nicht hinnehmbar ist. Deshalb werden die
Proteste weitergehen und der Ruf nach einer wirklichen Energiewende immer lauter werden. Wir wollen diesen Ruf auch in Langen erschallen lassen. Wir hoffen, zu unserer nächsten Mahnwache am 20. Juni 2011 noch einmal deutlich mehr
Menschen mobilisieren zu können, denn wir sind gerade jetzt in einer Zeit der Entscheidungen, bei der die Aktivität der Menschen vor Ort von großer Bedeutung ist. Langen, 24. April: inzwischen sind 10 Mahnwachen vergangen. Noch
immer kommen 60-80 Menschen zu diesem Anlass jeden Montag in Langen an den Lutherplatz. Die Stimmung ist gut und entschlossen. Wir haben inzwischen den Bürgermeister, den Chef der Stadtwerke, den Vorsitzenden des Obst- und
Gartenbauvereins, sowie mehrere evangelische und katholische Geistliche bei unseren Veranstaltungen gehabt. Der Wille jetzt nicht locker zu lassen beim Atomausstieg eint uns alle. Vor kurzem hat sich zum ersten Mal eine Gruppe von
Atomkraftgegnern getroffen, die weiter intensiv am Thema arebiten will, auch wenn die Mahnwachen beendet werden. Erstmals wurde ein Info-Stand auf der Bahnstraße durchgeführt, was uns gleich mehrere neue Kontakte brachte. Wir
werden auf jeden Fall weitermachen, jetzt zunächst mit der Großdemonstration in Frankfurt am 28. Mai 2011. Langen: die 6. Mahnwache “Atomkraft - Nein, danke!” fand am 18. April in Langen am Lutherplatz statt. Nach einer
Schweigeminute und kurzen Hinweisen auf die Aktionen der Anti-AKW-Bewegung am Ostermontag bereicherte Tommy Scharf die Veranstaltung mit einigen stimmungsvollen Protestliedern, unter anderem “The eve of Destruction” von Barry
McGuire. Am Rande wurde die Broschüre der Stadtwerke Schönau “100 gute Gründe gegen die Atomkraft” verkauft. Zum Abschluss wurde ein Interview mit einem Überlebenden des Atombombenabwurfs auf Hiroshima verlesen, der heute ein
Kämpfer gegen jede Art von Atomkraft ist. Denn radioaktive Verstrahlung ist immer schlimm, egal woraus sie resultiert. Das Interview war für alle Teilnehmer der Veranstaltung sehr beeindruckend. Viele der Anwesenden verabredeten
sich für die Teilnahme am Protest am AKW Biblis an Ostermontag, ansonsten werden die Mahnwachen fortgesetzt. Nächster Termin ist der 2. Mai 2011. Langen: am 11. April fand die 5. Mahnwache: Atomkraft - Nein, danke! in Langen am
Lutherplatz statt. Nach dem erneuten Nachbeben in Japan ist weiterhin unklar, in welchem Zustand sich die havarierten Reaktoren in Fukushima befinden. Heute hat die japanische Regierung den Unfall in die international höchste
Gefahrenkategorie 7 eingeordnet, 4 Wochen nach Erdbeben und Tsunami und mehreren Wasserstoffexplosionen in diesem Kraftwerk. Die Evakuierungszone wurde von 20km auf 30km erweitert. Noch wissen wir nicht, was in diesem Reaktor
tatsächlich vor sich geht, doch auch in Japan mehren sich die wütenden und ängstlichen Proteste gegen die menschenfeindliche Kernenergie. Bei der Mahnwache trug Pfarrerin Gudrun Stock von der evangelischen Stadtkirchengemeinde
unter anderem das Märchen vom Fischer und seiner Frau vor. Außerdem wurden einige Argumente gegen den Einsatz von Kernenergie vorgetragen. Sie stammen aus der Broschüre 100
gute Gründe gegen Atomkraft von der EWS (den Stadtwerken Schönau, die zu 100% Naturstrom liefern.) Auch über den Wechsel des Stromanbieters wurde ausführlich informiert. Hier ein paar Bilder von der Mahnwache: |