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Aktuell: Mittlerweile haben wir den 378. Tag der Katastrophe in Fukushima. Auch wenn die Behörden in Japan den Unglücksreaktor als stabil bezeichnen: die Katastrophe ist eine fortdauernde. Zur
Erinnerung daran haben in Langen am Lutherplatz 18 Mahnwachen unter dem Titel: Atomkraft - Nein danke! stattgefunden. Es beteiligten sich jeweils um die 100 Menschen daran, wenn auch gelegentlich nur 50-70 Anwesende verzeichnet
wurden. Zwar hat das mediale Interesse an der Atomkatastrophe ein wenig nachgelassen, dennoch wollen wir die Mahnwachen fortsetzen. Besser gesagt: gerade jetzt wollen wir weitermachen, denn wenn wir den endgültigen Ausstieg aus der
Kernenergie jetzt wollen, dann dürfen wir in unseren Aktionen nicht nachlassen. Dies verdeutlichte eindrucksvoll Pfarrer Steffen Held, der uns den roten Faden vorhielt: einen roten Faden, der für den Geduldsfaden steht, den wir
nicht verlieren wollen, ebenso den roten Faden für die inhaltliche Orientierung und den seidenen Faden, der die Atomtechnologie von einem Unfall trennt. Alle drei Argumente sind dauerhaft richtig, darum haben wir uns entschlossen
weiterzumachen. Am Rande der Mahnwache haben sich eine Reihe von Menschen gefunden, die in einer Anti-Atomkraft-Gruppe in Langen mitarbeiten wollen, das macht Mut. Wir blicken zurück auf die Aktionen zum Tschernobyl-Gedenktag am
Ostermontag, den 25. April 2011. In Biblis fand ein Sternmarsch auf das Stadtzentrum statt, es fuhren wieder zwei Bus vom Bahnhof Dreieich-Buchschlag. Bei allen Mahnwachen hallten die Rufe “Abschalten, Abschalten” unüberhörbar über
den Lutherplatz. Ebenso unüberhörbar wie die von Tommy Scharf vorgetragenen Protestlieder bei der 6. Mahnwache. Auch die 13. Mahnwache mit Frau Dunja Rajter und dem Redebeitrag von Frau Dr. Dörte Siedentopf war ein voller Erfolg.
Inzwischen sind die politischen Entscheidungen gefallen. 8 AKWs werden endgültig abgeschaltet, aber der Rest wird teilweise noch bis 2022 weiterlaufen. Dabei werden die Nachrichten aus Fukushima immer beunruhigender. Gerade in der
letzten Woche wurden die höchsten Strahlenwerte seit dem Unfall gemessen. Die Menschen in Japan werden weitgehend beschwichtigt und im Unklaren gelassen, ja regelrecht belogen über die ihnen drohenden Gefahren. Wir haben uns
deshalb entschlossen, die Mahnwachen im monatlichen Turnus fortzusetzen, jeweils am 1. Montag im Monat. Wir befinden uns an einer wichtigen Wegkreuzung der Entwicklung. Jetzt kommt es darauf an, dass keine halben Sachen gemacht
werden. Wir wollen einen schnellen, unumkehrbaren Atomausstieg und eine Wende hin zu einer dezentralen Energieversorgung mit der Hauptsäule “erneuerbare Energien”. Dabei brauchen wir die ganze Palette.
23. Mahnwache “Atomkraft - nein, danke!”Montag, 07. Mai 2012 Langen, Lutherplatz (am Buchladen), von 18 bis 19 UhrGast ist der Vertreter von antiatom Hanau, Elmar Diez, der vom Kampf um die Hanauer
Nuklearfirmen berichten wird. Bürgerinnen und Bürger, gemeinsam für den Atomausstieg. Setzen wir ein deutliches Zeichen! Sprecht mit Freunden und Bekannten, kommt alle. Ab sofort jeden 1. Montag im
Monat! |